Mitarbeiter in Saudi-Arabien
Anlagenbau in Saudi-Arabien
Staudamm- & Kraftwerksbau in Nepal
Tunnelbau/-sanierung in Indien

Bau-Consulting Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Laurenz Görres

Safety precautions on international construction projects

 

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Übersicht zu Schutzmaßnahmen im Auslandsbau

 

Sollte die Baustelle bzw. das Projekt in einem Krisenland oder Krisengebiet liegen, sind Schutzma√ünahmen f√ľr die Baustelle zu ergreifen, um:

  1. das Personal (Expatriates, TCN, Locals),
  2. das Bauobjekt,
  3. die Baustelleninfrastruktur (Baustelleneinrichtung, Camp, Baustrassen usw.),
  4. sonstige Investments (spezielle Geräte, Maschinen und Anlagen),
  5. das Projekt und
  6. das Unternehmen

gegen Bedrohungen von au√üen und Sch√§den jeglicher Art zu sch√ľtzen.

 

Gegen die Bedrohungen können:

  • pers√∂nliche Schutzma√ünahmen,
  • bauliche Schutzma√ünahmen und
  • organisatorische Schutzma√ünahmen

eingesetzt werden, um das Gefahrenpotential zu minimieren.

 

Je nach Bedrohungsstufe können dabei aufeinander aufbauend:

  • allgemeine Ma√ünahmen,
  • erweiterte Ma√ünahmen und
  • spezielle Ma√ünahmen

zum Einsatz und Tragen kommen.

 

Darstellung Bedrohungspyramide

Quelle: eigene Darstellung

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Terroristische Attacken: Ziele und Vorgehen

 

Nach einer Studie der FEMA (Federal Emergency Management Agency) aus dem Jahre 2002/03 sind das Ziel terroristischer Attacken zu mehr als 50% Einrichtungen der Privatwirtschaft. Zum Einsatz kommen dabei zu ca. 70% Bomben. Diese sind dabei sehr häufig als Sprengsätze in Strassenfahrzeugen untergebracht (sogenannte Vehicle Born Improvised Explosive Devices - VBIED).   

 Darstellung terroristische Attacken im Jahr 2002

Quelle: FEMA 426, Reference Manual to Mitigate Potential Terrorist Attacks Against Buildings, 2003;
siehe auch Labor Spiez (D. Schuler), Handbuch zum Schutz gegen Terrorangriffe mit Fahrzeugbombem, 2007

 

F√ľr den Einsatz von Autobomben (VBIED) sprechen die folgenden Gr√ľnde (siehe Labor Spiez, Handbuch zum Schutz gegen Terrorangriffe mit Fahrzeugbomben):

  • Sprengs√§tze in Fahrzeugen haben eine hohe Mobilit√§t und k√∂nnen flexibel eingesetzt werden.
  • Sprengs√§tze k√∂nnen gut versteckt werden.
  • Es k√∂nnen relativ gro√üe Sprengs√§tze zum Einsatz kommen.
  • Bei bemannten Anschl√§gen (also mit einem Selbstm√∂rder) k√∂nnen die Sprengs√§tze nahe ans Ziel gebracht werden.

 

Autobomben stellen nach dieser Statistik eine sehr gro√üe Gefahr bei einem Auslandsengagement dar. Das reale Gef√§hrdungsbild h√§ngt dabei von der Fahrzeuggr√∂√üe und der Gr√∂√üe der eingesetzten Sprengladung ab. Die Sprengladung besteht √ľblicherweise aus ANFO (Ammonium Nitrat Fuel Oil), dessen Handhabung und Herstellung relativ einfach ist und deswegen h√§ufig zur Verwendung kommt. ANFO weist aber eine geringere Energiefreisetzung als TNT auf, weshalb die ANFO-Sprengladung zur Bewertung der Sprengwirkung umgerechnet werden muss auf ein TNT-√Ąquivalent. Mit welcher Bombengr√∂√üe (kg ANFO bzw. kg TNT-√Ąquivalent) bei welcher Fahrzeugklasse gerechnet werden muss, zeigt die folgende Darstellung.¬†

 Darstellung terroristische Attacken mit Autobomben

Quelle: Labor Spiez (D. Schuler), Handbuch zum Schutz gegen Terrorangriffe mit Fahrzeugbombem, 2007
Anmerkung: 1,0 kg Durchschnittliches ANFO = 0,7 kg TNT bzw. 1,0 kg TNT = 1,4 kg ANFO

 

Die gef√§hrdende Wirkung einer Autobombe auf den Menschen zeigt die folgende Darstellung. Neben dem Druckstoss sind Splitter und Tr√ľmmer die gr√∂√üte Gefahr f√ľr den Menschen. Thermische Einwirkungen k√∂nnen dagegen vernachl√§ssigt werden.¬† ¬†

Darstellung der Terrorattackenwirkung auf den Menschen

Quelle: Labor Spiez (D. Schuler), Handbuch zum Schutz gegen Terrorangriffe mit Fahrzeugbombem, 2007

 

Um sich gegen Autobomben zu sch√ľtzen, ist Distanz ein wirkungsvolles Mittel. Welche Distanzen bei welcher Sprengwirkung einzuhalten sind, k√∂nnen √ľberschl√§gig der folgenden Darstellungen entnommen werden.

Wirkung Druckwellen auf Mensch Wirkung Splitter / Tr√ľmmer auf Mensch

Darstellung der Druckwirkung einer Autobombe auf den Menschen

Darstellung der Splitterwirkung einer Autobombe auf den Menschen

Labor Spiez (D. Schuler), Handbuch zum Schutz gegen Terrorangriffe mit Fahrzeugbombem, 2007

 

Wichtig: Die Angaben an dieser Stelle sollen zu diesem Thema nur sensibilisieren. Sie dienen nicht dazu, eigene Bemessungen aufzustellen.

Im konkreten Fall wenden Sie sich bitte an einen Experten und lassen sich beraten! Neben der Gefahr durch (Auto-)Bomben können noch viele andere Gefahren relevant sein!

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Persönlichen Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen

 

Die persönlichen Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen können differenziert werden nach den länder- und projektspezifischen Reise-Vorbereitungen und der persönlichen Sicherheitsausstattung.

Die persönliche Sicherheitsausstattung weist je nach Gefährdungslage drei mögliche Sicherheitsstufen auf:

  1. Allgemeine Maßnahmen (keine bis geringe Bedrohungszenarien)
    • Wichtige Kontaktdaten (Telefonnummern des Projektmanagers, der Baustelle und/oder dem Verbindungsb√ľro, des Reiseb√ľros ...)
    • Mobiltelefon, welches Netzempfang im Gastland hat und unbeschr√§nkt f√ľr internationale Telefonate zugelassen ist.
    • Ad√§quater Bargeldbestand in Fremd- und Lokalw√§hrung.
    • Kreditkarten mit ausreichendem Kreditrahmen.
    • Medical Kit (medizinische Mindestversorgung) gegen √ľbliche Verletzungen, Krankheiten und gegen sonstige akute Gesundheitsgefahren (auf das Projektland abgestimmt).
    • N√ľtzlich sind handliche GPS-Ger√§te mit lokalem Kartenmaterial.
    • Pfefferspray o. √§. hilft weniger gegen Kleinkriminalit√§t, aber viel mehr gegen wilde, aggressive Hunde und andere Tiere (z. B. Affen), die eventuell aufdringlich werden oder bei√üen k√∂nnen (Infektionsgefahr¬†‚Üí z. B. Tollwutgefahr!).

  2. Erweiterte Maßnahmen (erhöhte Bedrohungsszenarien)
    • Notfallkarten mit internationalen 24/7-Nummern und sonstigen wichtigen Telefonnummern und Kontaktdaten (Botschafts-/Konsularkontakt, Vertrauens-/Botschafts√§rzte usw.)
    • kleine, handliche und lichtstarke Taschenlampe, die man jederzeit bei sich tragen kann.
    • Satelliten-Telefon (f√ľr Projekte in Gebieten ohne Mobilfunk- und zuverl√§ssigem internationalem Festnetz)
    • Pers√∂nlicher Notfallplan

  3. Spezielle Ma√ünahmen (f√ľr Hochrisikogebiete mit hoher Gefahr f√ľr Leib und Leben)
    • F√ľr den Transport vom Flughafen zur Baustelle und sonstige notwendige Reisen im Gastland kann unter Umst√§nden die Ausstattung mit einer schusssicheren Weste erforderlich sein. Diese Westen k√∂nnen unauff√§llig unter einem Hemd, Anzug oder Jacke getragen werden. Sie halten den Beschuss durch Handfeuerwaffen und evtl. den Angriff mit Messern ab.
    • Personentransport in gepanzertem Wagen (durch Sicherheitsunternehmen)
    • Personentransport in gesichertem Konvoi (durch Sicherheitsunternehmen)
    • Evakuierungsplan

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Baulichen Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen

 

Baulichen Schutz- und Vorsichtsma√ünahmen sind erweiterte oder spezielle Ma√ünahmen beim Vorhandensein von erh√∂hten oder hohen Bedrohungsszenarien von Au√üen (also Anschl√§ge, Attentate, politische Unruhen, Terrorismus, Krieg). Sie erschweren dar√ľber hinaus auch m√∂gliche Bedrohungen von Innen wie Diebst√§hle, Sabotage und Spionage. Eine klare Unterscheidung wann welche Ma√ünahmen notwendig werden, kann nicht eindeutigen Bedrohungsszenarien zugeordnet werden. Vielmehr h√§ngt es vom Projekt und der Umgebung ab, welche Ma√ünahmen erforderlich werden. Erst eine spezifische Analyse liefert den genauen Bedarf an notwendigen Schutzma√ünahmen. Die folgenden aufgelisteten Bauma√ünahmen sind einige M√∂glichkeiten, um die Sicherheit auf der Baustelle gegen Bedrohungen von Au√üen zu erh√∂hen. Sie dienen an dieser Stelle nur als Denkansto√ü, um diese z. B. in der Angebotsphase zu diskutieren und um sie kostenm√§√üig erfassen zu k√∂nnen.

Wirkungsweise diverser Bedrohungen von Außen:

Darstellung Beschuss

Quelle: eigene Darstellung


Steil- und Direktfeuer gehören eher zu den seltenen Bedrohungsszenarien einer Baustelle. Eine konkrete Bedrohungen in Krisenländern stellen aber Anschläge mit improvisierten Sprengsätzen (Improvised Explosive Device - IED) z. B. durch Autobomben dar. 

 

Schutz des Projektgeländes

Um die dargestellten Bedrohungen außerhalb des Projektgeländes (→ Baustelle und weiteres Baugelände, Camp) zu halten, ist dieses durch eine Einzäunung und einen Perimeter zu sichern. Die Einzäunung dient als Barriere und soll einen direkten Zugang zum Projektgelände verhindern. Der Perimeter soll einen Sicherheitsabstand schaffen zwischen Umgebung und Projektgelände. Er stellt eine Sicherheits- und Schutzzone dar.

Anbei finden sich eine Auflistung einfacher baulicher Sicherungsma√ünahmen f√ľr das Projektgel√§nde:

  • Einfache Einz√§unung mit/ohne Kontrollweg

    Zäune sollten gegen Überklettern mit Stacheldraht gesichert und mind. 50 cm im Boden eingegraben werden, um ein Unterkriechen zu vermeiden. Die einfache Einzäunung alleine bietet aber noch keinen effektiven Schutz gegen unbefugtes Eindringen auf das Projektgelände.

  • Doppelzaunanlage mit Kontrollweg

    Doppelzaunanlagen bieten einen guten Eindringschutz und sind schwierig zu √ľberwinden, insbesondere dann, wenn sie mit weiteren Bauma√ünahmen wie z. B. einem KFZ-Sperrgraben kombiniert werden.

  • Sichtschutz

    Der Sichtschutz kann z. B. am √§u√üeren Zaun angebracht werden. Er verhindert das Ausspionieren des Projektgel√§ndes und erschwert gezieltes Direktfeuer. Es ist dabei zu beachten, dass der Sichtschutz zu einer h√∂heren Windlast auf den Zaun f√ľhrt.

  • KFZ-Sperrgraben¬†

    Der KFZ-Sperrgraben sollte vor einem Zaun ausgehoben werden. Er verhindert, dass mittels eines KFZ die Zäune bzw. Sperranlagen durchbrochen werden. Die Mindesttiefe des Grabens sollte 70 - 80 cm und die Breite mind. 2- 3 m betragen. Er sollte zum Projektgelände hin steil abfallen (Winkel ~ 2:1). Auf felsigem Boden, der nicht ausgehoben werden kann, können statt eines Grabens Poller oder Blöcker errichtet werden.

  • Poller oder Bl√∂cke als Hindernisse

    Poller oder Bl√∂cke sind mind. 1 m tief im Boden verankerte Stahlbeton-Konstruktionen, die von einem KFZ nicht √ľberwunden werden k√∂nnen. Sie sollten ca. 50 cm aus dem Boden ragen.

  • Mauern aus z. B. Gabionen / Sch√ľttgutk√∂rbe

    Anstelle von Z√§unen k√∂nnen auch Mauern (oder Sperren) aus Gabionen errichtet werden. Gabionen werden aus Maschendrahtzaun, Stahlgittermatten oder √§hnlichem Material erstellt, welches zu einem festem Korb geformt wird. Der Korb wird mit Sand, Kies, Schotter oder grobem¬† Steingut aufgef√ľllt. Die Aneinanderreihung mehrerer K√∂rbe ergibt eine solide Wand, die beliebig geformt und der Umgebung angepasst werden kann. Gabionen werden auch als "Sch√ľttgutk√∂rbe" bezeichnet.

  • Erdw√§lle mit/oder ohne Zaun und/oder Sichtschutz

    Erdw√§lle k√∂nnen ein Eindringen mit einem KFZ ebenfalls verhindern. Dazu m√ľssen sie mindestens 1 m hoch ausgef√ľhrt werden und eine steile B√∂schung aufweisen (Winkel ~1:1). In Verbindung mit einem auf dem Erdwall aufgesetzten Zaun mit Sichtschutz bieten sie eine gute M√∂glichkeit, das Baugel√§nde nach au√üen hin uneinsehbar zu machen und abzugrenzen.

  • Beleuchtung mit/ohne √úberwachungstechnik

    Die Zaunanlage bzw. die gesamte Sicherheits- und Schutzzone (Perimeter) sollte mit einer Lichtanlage ausgestattet sein. In Krisengebieten mit erh√∂hten Bedrohungsszenarien sollte zudem entsprechende √úberwachungstechnik (Kameraanlagen, Bewegungsmelder etc.) eingesetzt werden. Dazu sind entlang der Zaunanlage feste Kabelkan√§le f√ľr die Stromversorgung und die Datenleitungen vorzusehen. Au√üerdem sollte die Beleuchtung- und √úberwachungsanlage an eine Notstromversorgung angeschlossen sein.

  • Wachh√§user und Wacht√ľrme

  • Kontrollstellen und Schleusen

Wichtig:
Die Zaunanlage hat auch eine Abschreckfunktion. Je massiver die Absicherung des Projektgel√§ndes bzw. des Perimeters erscheint, desto unwahrscheinlicher ist es, das Dritte √ľberhaupt planen bzw. versuchen, auf das Gel√§nde einzudringen, da der Aufwand und das Risiko, beim Eindringen gestellt zu werden, f√ľr die Angreifer zu gro√ü erscheint.¬†

 

M√∂gliche Sicherungma√ünahmen f√ľr Geb√§ude und Wohnanlagen (‚Üí B√ľro, Camp ...):

Generell sollte zu diesem Thema Expertenrat eingeholt werden. Die im folgenden genannten Ma√ünahmen sollen nur ganz grob die M√∂glichkeiten auflisten, was als Sicherungsma√ünahmen durchf√ľhrbar ist.

  • Verst√§rkte Dachkonstruktion

    Eine verst√§rkte Dachkonstruktion ist erforderlich, wenn Beschuss als Bedrohungsszenario in Frage kommt. Das Dach ist in diesem Fall mit einer Zerschellschicht (l√∂st Explosion des Beschussmittels aus) und D√§mpfungsschicht (f√§ngt Detonationswirkung des Beschussmittels ab) auszuf√ľhren.

  • Verst√§rkung der Geb√§ude-Austeifungen

    Die Gebäude sind generell mit zusätzlichen Versteifungen zu errichten, damit unter Detonationswirkung (Druckstosswirkung) die Gebäude nicht in sich zusammenfallen.

  • Verst√§rkte T√ľren und splitterfestes Glas

    Durch Detonationen k√∂nnen T√ľren und Glasfenster zerspringen und durch die Splitterwirkung zu einer erheblichen Gef√§hrdung f√ľr Personen werden. Das Zersplittern der Fenster kann durch geh√§rtetes Glas oder mit aufgeklebten Folien vermieden werden. Auch die Minimierung der Glasfl√§chen im Geb√§ude f√ľhrt zu einer Erh√∂hung der Sicherheit.

  • Vorsehen von Schutzr√§umen (in Geb√§uden)

 

Weitere bauliche Schutz- und Vorsichtmaßnahmen

Diese beziehen sich auf bestimmte Fl√§cheneinteilungen und Geb√§udeanordnungen. Es ist dabei zu ber√ľcksichtigen, dass gegen Sprengwirkungen die r√§umliche Distanz die besten Sicherheitsma√ünahme ist. An dieser Stelle ist es aber ratsam, Expertenrat (siehe oben) hinzuzuziehen. Bei der Fl√§chen- bzw. BE-Planung sollte in einem Land mit hoher Bedrohungspotential¬† - falls m√∂glich - die folgende Fl√§chenanordnung ber√ľcksichtigt werden:

Darstellung Zonen Baustelle

Quelle: eigene Darstellung

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Organisatorische Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen

 

Die möglichen organisatorischen Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen sollten differenziert werden nach den Einsatzphasen, die da wären:

  • Vor-Einsatz-Phase (Phase vor Einreise ins bzw. Einsatz im Projektland)

  • Einsatz-Phase (Phase der Anwesenheit vor Ort bzw. des Einsatzes im Projektland)

und nach dem möglichen Bedrohungsgrad im Projekt-/Gastland.

 

Organisatorische Schutz-Maßnahmen in der Vor-Einsatz-Phase:

F√ľr jeden Auslandseinsatz notwendig:

  • Checkliste "Reise-Vorbereitungen"

    Jeder Mitarbeiter sollte eine Checkliste ausgehändigt bekommen, auf der die wichtigsten Dinge zur Reisevorbereitung aufgelistet sind, die der Mitarbeiter abzuarbeiten hat. Aus der Checkliste geht hervor, was der Mitarbeiter:

    • im Unternehmen,
    • f√ľr das neue Projekt,
    • f√ľr zur√ľckliegende Projekte (Projekt√ľbergaben etc.) und
    • im Privaten

    vor der Ausreise zu regeln hat.

  • Mitarbeiterdaten erheben

    Jeder Mitarbeiter, der ins Ausland entsandt werden soll, sollte ein Datenblatt ausf√ľllen, aus dem die wichtigsten personenbezogenen Daten hervorgehen (Datenschutz jedoch beachten!), wie z. B.:

    • Daten und Kontakte zur Familie, zu Angeh√∂rigen und Freunden (zu Personen, die evtl. Vollmachten haben, im Namen des Mitarbeiters handeln zu d√ľrfen).
    • Daten f√ľr medizinische Notf√§lle (Gesundheitszustand, Impfzustand, Blutgruppe, Allergien, regelm√§√üige Medikamenteneinnahme, Kontaktdaten der wichtigsten √Ąrzte usw.).
    • Daten zu den wichtigsten Versicherungen (Krankenversicherung, Unfallversicherung, private Reise-R√ľckholversicherung (z. B. ADAC) usw.).
    • Angaben wer im Notfall (Krankheitsfall, Entf√ľhrungsfall usw.) zu benachrichtigen ist oder wie im Notfall im pers√∂nlichen Umfeld des Mitarbeiters in Deutschland zu verfahren ist.

    Dem Datenblatt beizuf√ľgen sind evtl. Kopien der wichtigsten Dokumente (Reisepass, Personalausweis, Visa, Kreditkarten, Daten Mobiltelefon/Mobiltelefon-Anbieter usw. Da dies sehr pers√∂nliche aber wichtige Daten im Notfall sind, sollten diese Daten evtl. in einem versiegelten Umschlag im Unternehmen aufbewahrt werden, auf die das Unternehmen nur in einem Notfall zugreifen darf. So kann der Datenschutz ber√ľcksichtigt werden.

  • Einsatzdatenblattes aush√§ndigen

    Das Einsatzdatenblatt sollte den Mitarbeiter √ľber wichtige Dinge, "Todos", "Not-Todos"¬† und Verantwortungsbereiche informieren.

    • Wichtige Landesinformationen (Einreise-Bestimmungen, Zoll-Bestimmungen, besondere Verkehrsregeln usw.)
    • Wichtige Projektinformationen (Lage, Ort, wichtige √∂rtliche Umst√§nde und Begebenheiten, Nennung der Projektbeteiligten (AG, Consultant, NU's) usw.)
    • Todos (Was darf der Mitarbeiter im Gastland und auf dem Projekt machen.)
    • Not-Todos (Was darf der Mitarbeiter auf KEINEN Fall im Gastland und auf dem Projekt machen. Beispiele: Alkoholverbot, Teilnahme im Strassenverkehr, Verlassen des Projektgel√§ndes usw.)
    • Darstellung des privater Verantwortungsbereiches (Wof√ľr ist der Mitarbeiter selber verantwortlich?)
    • Darstellung und Abgrenzung des Verantwortungsbereiches des Unternehmens (Wof√ľr √ľbernimmt das Unternehmen die Veranwortung bzw. wof√ľr steht das Unternehmen ein?)

  • Abschluss notwendiger Versicherungen

    F√ľr jeden Mitarbeiter, der international arbeitet, sollte das Unternehmen eine Auslandskrankenversicherung und eine Flugrettungsversicherung abschlie√üen bzw. zur Verf√ľgung stellen. Jeder Mitarbeiter sollte sich vor der Ausreise diese Versicherungen best√§tigen lassen und sich die Versicherungendaten (Kontaktnummer, Versicherungskarte, Versicherungsdauer, Versicherungsbedingungen o. √§.) geben lassen.

 

F√ľr Auslandseins√§tze mit erh√∂hten oder hohen Bedrohungsszenarien:

  • Verhaltensregeln f√ľr Notf√§lle

    Der Mitarbeiter bekommt Verhaltensregeln mitgeteilt bzw. ausgehändigt (Datenblatt, Notfallkarten, Taschenkarten), wie er sich präventiv zu verhalten hat, um Bedrohungen zu minimieren und wie er sich im eingetretenen Notfall zu verhalten hat. Taschen- bzw. Notfallkarten können z. B. Hilfestellungen geben, wie die Notfall-/Rettungskette aussieht und können stets am Körper getragen werden.

  • Erste-Hilfe-Kurs

    Der Mitarbeiter sollte einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren, um in Notfällen sich oder anderen helfen zu können (in Entwicklungs- und Schwellenländern ist die notfallmedizinische Vesorgung häufig nicht gegeben bzw. dauert länger bis sie eintrifft).

  • Sprachen-Schnellkurs (evtl.)

    Es kann ratsam sein, den Mitarbeitern einen Sprachen-Schnellkurs der Landessprache zukommen zu lassen. Derjenige, der einen Grundwortschatz in der Landessprache sprechen kann, kann in Notsituationen besser reagieren bzw. Gefahren evtl. vermeiden.

  • Anti-Terror-Trainingkurs (evtl.)

    Mitarbeiter, die im besonderen Ma√üe den Bedrohungen ausgesetzt sind (Management-Ebene bzw. Mitarbeiter die im Projektland viel unterwegs sein m√ľssen), sollten einen Anti-Terror-Trainingskurs belegen. Diese Kurse schulen die Mitarbeiter darin, Bedrohungen zu erkennen und Gefahren zu vermeiden. Au√üerdem werden in einem solchen Trainingskurs m√∂gliche Bedrohungsszenarien durchgespielt und das richtige Verhalten ge√ľbt. Solche Kurse werden von diversen privaten Sicherheitsfirmen und der Bundeswehr (‚Üí Training von Zivilpersonen f√ľr ihren Einsatz in Krisengebieten im Ausbildungszentrum Hammelburg) angeboten.

  • Evakuierungspl√§ne (evtl.)

    Bei Projekten mit sehr hohen Bedrohungsszenarien (nah am Kriegsfall) sollten bereits ausgearbeitete Evakuierungspl√§ne f√ľr die Mitarbeiter vorliegen. Der Mitarbeiter sollte vor Ausreise √ľber diese Pl√§ne unterrichtet werden.

  • Beauftragung eines privaten Sicherheitsunternehmens f√ľr den Personen- und/oder Objektschutz (evtl.)

    Der Personen- und Objektschutz kann teilweise oder ganz in die Hände eines (seriösen, international tätigen) Sicherheitsunternehmens gelegt werden. Die Kosten die hierbei entstehen, sind jedoch erheblich. Der erforderliche Umfang und die Einsatzgrenzen des Sicherheitsunternehmens sind im Vorfeld der Projekttätigkeit und gestaffelt nach verschiedenen Bedrohungsszenarien und Einsatzzeiten vertraglich festzulegen.
    Mit dem Auftraggeber ist diesbez√ľglich zu kl√§ren:

    • ob und in welchem Umfang ein privates Sicherheitsunternehmen vor Ort t√§tig werden darf,
    • welche Aufgaben lokale Beh√∂rden (Polizei, Milit√§r) zuverl√§ssig √ľbernehmen (k√∂nnen),
    • wo die Schnittstellen zwischen Beh√∂rden und privatem Sicherheitsunternehmen liegen und
    • wer die Kosten hierf√ľr tr√§gt.
  • Abschluss zus√§tzlicher Versicherungen f√ľr besonders gef√§hrdete Mitarbeiter (evtl.)

    F√ľr besonders gef√§hrdete Mitarbeiter (Projektmanager usw.), die durch notwendige Reiset√§tigkeiten oder unvermeidbare √∂ffentliche Auftritte im Gastland erh√∂hten Gefahren ausgesetzt sind, k√∂nnen spezielle Versicherungen abgeschlossen werden, die die Bedrohungen Erpressung, Entf√ľhrung und Freiheitsberaubung absichern. Diese Versicherungen decken neben den dabei entstehenden Kosten auch bestimmte Service- und Beratungsleistungen f√ľr den Krisenfall ab.

 

Ein Unternehmen, dass im Ausland in einer Krisenregion ein Projekt abwickeln möchte, sollte die folgenden Aussage beherzigen (nach Ben Franklin):

"By failing to prepare, you are preparing to fail."

Insofern ist die Vor-Einsatz-Phase eine sehr wichtige Phase, in der die Weichen gestellt werden, um ein Projekt auch in schwieriger und bedrohlicher Umgebung erfolgreich abzuwickeln. Alles was in der Ausf√ľhrungsphase unter sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten verkehrt laufen kann, ist sehr nachteilig f√ľr den Projekterfolg und die Reputation des Unternehmens. Deswegen ist der zus√§tzliche Aufwand und sind die zus√§tzlichen Kosten in der Planungsphase bei einem Projekt mit erh√∂htem Bedrohungsszenarien gerechtfertigt. Eine gute Planung schafft dar√ľber hinaus Vertrauen und Sicherheit unter den Mitarbeitern und sorgt f√ľr die Bereitschaft unter den Mitarbeitern, vor Ort t√§tig trotz eventuell widriger und bedrohlicher Umst√§nde zu werden.

 

Organisatorische Schutz-Maßnahmen in der Einsatz-Phase:

Neben den zuvor genannten Maßnahmen können in der Einsatz-Phase folgende Maßnahmen sinnvoll sein bzw. notwendig werden:

  • Aufmerksamkeit und Wachsamkeit der Mitarbeiter schulen

    Die Mitarbeiter auf der Baustelle m√ľssen in das Sicherheitskonzept eingebunden werden, indem sie geschult und regelm√§√üig erinnert werden, genau ihr Umfeld zu beobachten und Ver√§nderungen und Auff√§lligkeiten umgehend zu melden.

  • Vermeiden von Routinen

    Routinen bzw. st√§ndig gleich ablaufende Prozesse stellen Schwachstellen dar, die durch Dritte ausgekundschaftet und f√ľr ihre Ziele genutzt werden k√∂nnen. (Beispiel: immer gleiche Kontrollweisen durch das gleiche Personal; immer dieselben Wegstrecke nutzen, immer zur selben Zeit bestimmte Dinge tun usw.)

  • Diskretes Erscheinungsbild wahren

    In einem Krisenland ist es nicht ratsam, viel Werbung f√ľr sein Projekt zu machen (z. B. durch Schau-/Projekttafeln, Beflaggung etc.) oder mehr als n√∂tig in der √Ėffentlichkeit in Erscheinung zu treten. Anders formuliert: Das Projekt und jeder Mitarbeiter sollte das "Prinzip graue Maus" bzw. der Unauff√§lligkeit verfolgen.

  • Striktes Einhalten von Verhaltensregeln

    Die auf das Projekt und das Land abgestimmten Verhaltensregeln sind von allen Mitarbeitern, Nachunternehmern, Besuchern strikt zu befolgen. Dazu können je nach Projekt und Land z. B. zählen:

    • striktes Alkoholverbot (z. B. in einigen muslimischen L√§ndern),
    • Kleiderordnung in der √Ėffentlichkeit (z. B. Bedeckung des K√∂rpers in arabischen L√§ndern),
    • Verbot von politischem und/oder religi√∂sem Auftreten in der √Ėffentlichkeit,
    • Einhaltung der Essens- und Trinkregelungen in der √Ėffentlichkeit (z. B. in L√§ndern, die den Ramadan praktizieren),
    • Mitf√ľhren von Ausweispapieren (z. B. Iqama in Saudi-Arabien, Reisepass)
    • Allgemein: Verbot eines sittenwidrigen Auftretens im Gastland
    • Einhaltung der Ausgangsregelungen (etwa bei einer √∂ffentlich ausgerufenen Ausgangssperre),
    • Fernbleiben bzw. Meiden von √∂ffentlichen Menschenansammlungen, Demonstrationen usw.
    • Verbot von unkontrolliertem und/oder ausuferndem Feierabendleben der Mitarbeiter,
    • Allgemein: Einhaltung der speziellen Verhaltensregeln der Baustelle
    • ...
  • Minimierung der Anzahl an Expatriates vor Ort

    Die Anzahl an Expatriates, die evtl. bevorzugtes Ziel eines Anschlages oder Attentates sein k√∂nnten, sollte in Krisenl√§ndern auf ein Minimum reduziert werden. Vorteilhafter ist es, √∂rtliches Personal zu rekrutieren und anzustellen. Falls dieses nicht in ausreichender Anzahl und Ausbildungsqualit√§t vorhanden ist, sollte auf TCN (Third Counrty Nationals) zur√ľckgegriffen werden.¬†

  • Regelm√§√üige Reviews der Sicherheitslage und Kontrolle der Sicherheitsanlagen

    Die Sicherheitslage im Gastland und in der Projektumgebung ist in regelm√§√üigen Abst√§nden zu √ľberarbeiten und zu aktualisieren. Die vorhandenen Sicherheitseinrichtungen und -vorkehrungen sind den aktuellen und prognostizierten Bedrohungsszenarien anzupassen. Das Sicherheits- und Schutzkonzept der Baustelle ist regelm√§√üig auf Schwachstellen bzw. Verwundbarkeit hin zu untersuchen (Gibt es neue Bedrohungen? K√∂nnen diese das Projekt gef√§hrden?).

  • Einschalten bzw. Anstellung eines lokalen "Public Relation Officers"

    Um fr√ľhzeitig sicherheitsrelevante und sonstige Ver√§nderungen im Umfeld einer Baustelle zu erkennen, sollte lokal ein "Public Relation Officer" eingestellt werden. Diese Person sollte sehr gute lokale Kenntnisse aufweisen und eine sehr gute Vernetzung zur lokalen Bev√∂lkerung haben. Er fungiert als "Sprachrohr" der Baustelle zur Bev√∂lkerung und umgekehrt. Der "Public Relation Officer" muss seri√∂s und vertrauensvoll sein.

  • Stichwort Bedrohungen von Innen: Diebstahl, Spionage und Sabotage

    Gegen Diebstahl, Spionage und Sabotage hilft das Abgrenzen der Baustelle nach Au√üen und eine strikte Zugangskontrollen (hierf√ľr reicht auch z. B. ein lokaler Sicherheitsdienst). Empfindliche Bereiche (B√ľros, Werkstatt, Camp) sind zus√§tzlich durch bauliche Ma√ünahmen und den Sicherheitsdienst vor unbefugtem Zutritt zu sch√ľtzen.
    Die Baustelle sollte ein eigenes und gesichertes Computernetzwerk haben. Die Internetzugänge in diesem Netzwerk sollten vom Administrator vergeben und kontrolliert werden. Verhaltensregeln zum Umgang mit Computern, Backups, Internetzugang und Daten allgemein sollten den Mitarbeitern bekannt sein.
    Lokal eingestelltes Personal sollte - falls m√∂glich - hinsichlich einer kriminellen Vergangenheit kontrolliert werden (evtl. einen lokalem Arbeitsvermittler daf√ľr beauftragen).

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Ber√ľcksichtigung der Kosten f√ľr Sicherheitsma√ünahmen und Sonstiges

 

Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere bauliche Maßnahmen oder die Beauftragung eines Sicherheitsunternehmens, sind mit zusätzlichen (hohen) Kosten verbunden. Diese Kosten sind ausschließlich dem Projekt zuzurechnen. Falls Sicherheits- und Schutzmaßnahmen nicht vom AG ausgeschrieben wurden (nicht im LV ausgewiesen), sind diese den Baustellengemeinkosten (BGK) zuzurechnen. Dadurch erhöhen sich die Herstellkosten und damit auch die Angebots-/Auftragssumme. Im Angebot sind die Kosten und evtl. die damit einhergehenden Maßnahmen deshalb gesondert auszuweisen, um dem Kunden die Möglichkeit zu geben, das eigene Angebot mit den Angeboten der Konkurrenz zu vergleichen. 

Bevor jedoch eigene Sicherheitsma√ünahmen geplant werden, sollten die vom Kunden bereitgestellte Ma√ünahmen erfragt bzw. abgekl√§rt werden. Die vom Kunden bereitgestellten Sicherheitsleistungen sind jedoch kritisch zu hinterfragen, ob sie den eigenen Anspr√ľchen gen√ľgen, stets verf√ľgbar sind und wer die Kontrolle √ľber diese aus√ľbt.¬†

 

Beratung seitens öffentlicher Institutionen

Das Bundeskriminalamt (BKA) weist eine Beratergruppe auf (Gruppe ZD 34), welche Unternehmen bez√ľglich sicherheitsrelevanter Aspekte bei einem Auslandseinsatz ber√§t. Inhalte dieser Beratung k√∂nnen sein:

  • Reise-/Aufenthaltsvorbereitung f√ľr Unternehmen / Organisationen / Exptas.
  • Pr√§ventive Verhaltenshinweise sowie Verhaltenshinweise im Falle eine(s) Raub√ľberfalles / Entf√ľhrung / Geiselnahme / Erpressung (REGE) im Ausland.
  • (Aufbau-)Krisenmanagement von Unternehmen / Organisationen.
  • Beratung Unternehmen / Organisationen im Falle einer REGE-Tat im Ausland.

Kontaktaufnahme zu dieser Beratergruppe des BKA kann √ľber Email: oe41(at)bka.bund.de oder telefonisch unter +49 (0)30 / 5361 - 0 erfolgen.

Das BKA hat dazu auch eine Informations-Brosch√ľre herausgebracht, die Sie hier herunterladen k√∂nnen: BKA-Brosch√ľre "Sicherheit im Ausland"!

 

Krisenfall

Ist ein Krisenfall im Ausland eingetreten, bei dem Mitarbeiter zu Schaden gekommen sind (‚Üí z. B. Entf√ľhrungsfall), ist umgehend die n√§chste deutsche Botschaft bzw. das n√§chste Konsulat zu informieren. Die Mitarbeiter der Botschaft/des Konsulates werden dann den Kontakt zu den zust√§ndigen Beh√∂rden in Deutschland und dem Gastland herstellen.

 


 

Literaturquellen zu diesem Thema

  • Egem (2011); Sicherheit im Auslandsbau; Bachelorarbeit; UniBwM
  • Ulrich (2010); Sicherheitsstrategien im Auslandsbau; Bachelorarbeit; UniBwM
  • Labor Spiez, Schweiz (2007); Handbuch zum Schutz gegen Terrorangriffe mit Fahrzeugbomben (von D. Schuler)
  • FEMA, USA (2003); Reference Manual to Mitigate Potential Terrorist Attacks Against Buildings

 


Date of last edit webpage: August 2018

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